Grundsanierung des Nordrings
Das Projekt
Um die langfristige Versorgungssicherheit im nördlichen Netzgebiet auch in Zukunft zu gewährleisten, baut die LSW seit mehreren Jahren ihr Hochspannungs-Ringsystem ("Nordring") auf 110.000 Volt aus. Der Ring verbindet die Umspannwerke Fallersleben, Vorsfelde, Ehra, Wittingen, Oerrel und Gamsen. Das Hochspannungsnetz mit einer Betriebsspannung von teilweise 50 Kilovolt (kV) stellte durch stark steigende Netzeinspeisungen aus erneuerbren Energien zunehmend einen Engpass dar. So erfordern der absehbare Zubau weiterer Windparks und die Vielzahl neu entstehender Biomasse-Blockheizkraftwerke in den Teilbereichen eine Grundsanierung und Spannungsumstellung auf 110.000 Volt.

BauabschnitteBereits im Jahr 2002 wurde eine 110 kV-Freiluftschaltanlage einschließlich Transformator erneuert und die Hochspannungsleitung zwischen den Umspannwerken Oerrel und Wittingen von 50 kV auf 110 kV geändert. Im Dezember 2007 wurde im weiteren Schritt ein Transformator im Umspannwerk Oerrel aufgestellt. Mit Eintreffen des Beschlusses der Planfeststellungsbehörde im Dezember 2008 konnten die Bauarbeiten des letzten Teilabschnittes beginnen: Die Freileitungen im Leitungsabschnitt Gamsen-Oerrel werden auf 110.000 Volt umgestellt.
Trassenverlauf im Sinne der Natur und UmweltBei der Trassenplanung wurden alle einschlägigen Vorschriften und Kriterien der Raumordnung berücksichtigt. Um Umwelt und Natur möglichst wenig zu beeinträchtigen, verlaufen die Leitungen überwiegend in der alten 50 kV-Trasse. Vorhandene Siedlungsgebiete, geplante Siedlungsflächen, Naturschutzgebiete sowie Standorte seltener oder gefährdeter Pflanzenarten wurden berücksichtigt. Ein Vorteil der neuen Stahlvollwandmasten liegt in der schlanken Gestalt und dem grünlichen Anstrich: Sie fügen sich unauffälliger in das Landschaftsbild ein als die Gittermasten.