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Wärmetransformation in Wolfsburg: LSW erhält wichtige BAFA-Förderungszusage
Der Weg zur CO2-neutralen Wärmeversorgung in Wolfsburg ist einen entscheidenden Schritt weiter. Anfang August hat die LSW Netz GmbH & Co. KG (LSW) einen wichtigen Zuwendungsbescheid vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhalten, um die Wärmetransformation in Wolfsburg weiter voranzutreiben. Der Zuwendungsbescheid in Höhe von über 1 Mio. Euro gibt den Startschuss für die nächsten Planungsleistungen für die Abwasserwärmepumpe und somit die Modernisierung der Fernwärmeversorgung in Wolfsburg.
„Wir wollen die CO2-Emissionen reduzieren, indem wir die Fernwärme in Wolfsburg dekarbonisieren, also fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energiequellen ersetzen“, erklärt LSW-Geschäftsführer René Lange. „Abwasserwärme ist ein wichtiger Baustein für die Wärmewende insbesondere in Städten. Daher setzen wir hier mit der Transformation für die Zukunft an.“
Die Abwasserwärme als erneuerbare Energiequelle ist besonders vielversprechend, da sie unabhängig von Wetter und Jahreszeit ganzjährig zur Verfügung steht und über eine vorhandene Infrastruktur genutzt werden kann. „Die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) sind dabei ein wichtiger Partner für uns“, betont Lange. Nur gemeinsam lasse sich die Wärmeversorgung der Zukunft gestalten. „Die Nutzung lokaler Wärmepotenziale ist ein Gewinn für das Wolfsburger Wärmenetzsystem. Dabei leistet die Förderung zugleich einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Bezahlbarkeit für unsere Kunden.“ Die Inbetriebnahme der Abwasserpumpe ist für 2028 geplant.
Die Dekarbonisierung des 657 Kilometer langen Fernwärmenetzes der LSW, das zu den größten in Deutschland zählt, erfolgt schrittweise. Neben der Nutzung von Abwasserwärme prüft die LSW weitere Möglichkeiten alternativer Wärmeerzeugung, so etwa die Biogasgewinnung aus lokalen Bioabfällen der Stadt Wolfsburg oder Geothermie.
Eine wichtige Voraussetzung für die Effizienz der neuen Fernwärmegeneration ist auch die Senkung der Vor- und Rücklauftemperaturen im Netz. „Hierfür werden bereits die eingebundenen Hausstationen geprüft und die ersten Kunden im Norden Wolfsburgs kontaktiert“, erläutert Sybille Schönbach, Sprecherin der Geschäftsführung. Fast die gesamte Wolfsburger Kernstadt wird mit Fernwärme versorgt, rund drei Viertel der eingemeindeten Ortsteile sind angeschlossen.